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Sonntag, 10. Oktober 2010, 21:55

Regeln Weissheiten und mehr...

Da uns jeden Tag Regeln und Weissheiten begleiten, mache ich mal den Anfang und stelle die Regeln für den Weihnachtsmarktbesuch ein.

In den Supermärkten und Discountern steht schon das ganze Weihnachtszeugs herum und die Weihnachtsmärkte öffnen auch schon bald wieder. Deswegen habe ich nochmal schnell die wichtigsten Regeln für den Weihnachtsmarktbesuch.


Die Regeln für den Weihnachtsmarktbesuch

*1. Glühwein bestellen *
Einen Glühwein bestellen geht schon mal gar nicht. Damit sagt man,
dass man 'ne knickrige Sau ist, keine Freunde hat oder Antialkoholiker
ist, quasi das Allerletzte. Also immer mindestens zehn Stück
bestellen. Nie vorher abzählen, wieviele Leute um einen herum stehen und
dann genau die Anzahl bestellen! Einfach irgendeine Zahl über die Theke
grölen.
Ganz falsch: Die Umstehenden fragen, ob sie überhaupt noch ein Glühwein
haben wollen.
Wichtige Regel: Gefragt wird nicht -- saufen ist schließlich kein Spaß.

*2. Großzügigkeit zeigen *
Wenn der Stoff da ist, nicht blöd rumgucken und überlegen, wem man
denn eins in die Hand drücken soll. Am besten die Tassen wild in der
Umgebung verteilen, denn nur so zeigt man seine Großzügigkeit. Nur der
kleinkarierte Pisser stellt sich da an.

*3. Bezahlen und Nachbestellen *
Wer zahlt wann welche Runde? In der Regel kommt jeder der Reihe nach
dran. Ganz miese Wichser saufen die ersten neun Runden an der Theke
mit und wenn sie an der Reihe wären, müssen sie plötzlich pissen. Der
erste Besteller bestimmt die Dauer des Projekts: Wenn er zwölf Glühwein
bestellt,
müssen alle solange warten, bis zwölf Runden durch sind. Wichtig ist,
dass der
Strom nie abreißt. Also: Wenn alle noch die Hälfte im Glas haben,
sofort die nächste Runde ordern und das neue Glas in die Hand drücken.
Was voll peinlich ist: Mit zwei Tassen in der Hand an der Theke stehen.
Deshalb ist
Tempo angesagt beim reinschütten, ist schließlich kein Kindergeburtstag.

*4. Beschleuniger *
Richtig fiese Schweine bestellen zwischendurch noch 'ne Runde Korn
oder die absolute Hölle "Meyers Bitter", eine Art grünes Schlangengift,
das mit dem Eiter von toten Fröschen verfeinert wurde.
Hier wird's ernst. Sollte sich so was andeuten, kann man
bloß noch die Flucht ergreifen. Merke: Glühweinsaufen auf dem
Weihnachtsmarkt kann man mit etwas Planung und Glück überleben;
nach Meyers Bitter aber weigert sich sogar der Notarzt, diese
Schweinerei wiederzubeleben.

*5. Pausen *
Konsequent durchgezogen, bist Du normalerweise auf'm Platz um halb
Neun stramm wie die Kesselflicker. Um diese Zeit kannst du
allerdings noch nicht nach Hause, wegen Verdacht auf Weichei. Was also
dann? Pause machen! Dafür sind in der Regel zwei Sachen vorgesehen:

a) Bratwurstfressen
Vorteil: An der Bude gibt's kein Meyers Bitter, da bist Du also 'ne
zeitlang sicher vor der Alkoholvergiftung. Nun sind aber die
Bratwurststände auf Weihnachtsmärkten immer so konzipiert, dass die
Nachfrage immer größer ist als das Angebot. In der Bude
arbeiten auch meistens Fachkräfte, denen man beim Grillen die Schuhe
besohlen kann. Einzige Qualifikation: Sie können mit einem
Sauerstoffanteil in der Luft von unter 1% überleben. Deswegen wirken
sie auch so scheintot Nun sagt der Laie: "Was für'n Scheiß,
das könnte man doch viel besser organisieren. Zackzack kämen die
Riemen übern Tresen." Falsch, die mickrigen Bratwurstbuden mit
den Untoten am Grill sind absichtlich so konstruiert. Hier kann man
Asyl beantragen von der Sauferei und je länger man auf die
Fettpeitsche warten muss, desto größer die Überlebenschance.

b) Tanzen*
Im Vergleich zu Bratwurstfressen natürlich die schlechtere
Alternative, weil anstrengend und mit Frauen. Aber irgendwann geht
halt
kein Riemen mehr rein in den Pansen und Du musst in den sauren Apfel
beißen. Also zack, einen Rochen von den Bänken gerissen und
irgendwie bescheuerte Bewegungen machen. Wenn Du Glück hast, spielt
die Kapelle mehr als zwei Stücke und Du kannst Dir ein paar
Glühwein aus den Rippen schwitzen. Hast Du Pech, kommt sofort nach dem
ersten Stück der Thekenmarsch und Du stehst wieder da,
von wo Du gerade geflohen bist.

*6. Sektbar *
Eine richtig gruselige Bude, quasi die Abferkelbox auf'm
Weihnachtsmarkt. Hier ist es so voll und so eng, hier bleibst Du auch
noch stehen,wenn's eigentlich nicht mehr geht. Doch der Preis, den Du
für die
Stehhilfe zahlst ist hoch: Du musst Sekt aus mickrigen Blumenvasen
saufen. Ziemlich eklig alles. Wenn's keine Sektbar gibt, gibt's meist 'ne
Cocktailbar: Cocktail heißt aber nicht Caipirinha oder Margherita
sondern Hüttchen oder Wodka-O. Also vorsichtig: Hier kann's ganz schnell zu
Ende gehen.

*7. Kotzen *
Bevor Du endlich nach Hause darfst, kommt noch ein ganz wichtiger
Punkt, nämlich das Kotzen. Klingt zwar scheiße, du wirst
aber dankbar sein, wenn Dein Körper Dir dieses Geschenk bereitet. Du
hast Platz für neue Bratwürste und vielleicht sogar Glück,
dass Du die letzten zwanzig Glühwein noch erwischst, bevor sie Dein
Gehirn erreicht haben. Der Profi jedenfalls kotzt oft und gern.

*8. Die Letzten*
So jetzt wären wir auch schon bald beim Nachhause gehen. Haha. Wenn Du
aber den Zeitpunkt verpasst hast, und Du kommst vom
Pissen oder Bratwurstkotzen wieder an die Theke und es sind bloß noch
zwanzig Mann übrig, dann Ätsch: Arschkarte gezogen.
Ab jetzt geht es um so spannende Sachen wie Fass-Aussaufen (es ist
immer mehr drin, als man denkt) oder Absacker trinken.
Wenn's ein Meyers Bitter ist, kannst Du Dir gleich den Umweg über den
Notarzt sparen und den Bestatter anrufen. Jeder passt
jetzt auf, dass keiner heimlich abhaut. Die ersten sacken einfach so
vor der Theke zusammen, damit sie jedenfalls nicht noch mehr
saufen müssen. Vorteil dieser Phase des Weihnachtsmarkts:
Du musst nicht mehr extra zur Toilette latschen für Pissen und Kotzen:
geht jetzt alles vor Ort.

*9. Nach Hause gehen *
Fällt aus. Mach Dir keine Illusionen: alleine schaffst Du´s nicht
mehr. Taxis gibt's nicht in der Nähe, und wenn, würden sie Dich
bestimmt nicht mitnehmen. Deine Frau kommt nicht, um Dich zu holen,
die ist froh, dass dieses Wrack nicht in der Wohnung liegt
und der Gestank in die Polstermöbel und Gardinen zieht. Was bleibt ist...

*10. Der Morgen danach *
Du wirst wach von einem Zungenkuss, wie Du ihn noch nie in Deinem
ganzen Leben gekriegt hast. Leidenschaftlich küsst Du zurück.
Dann machst Du Deine verklebten Augen auf und blickst in das fröhliche
Gesicht des zottigen Köters von dem Glühweinfritzen.
Und mit einem eigenen Beitrag zum Thema Würfelhusten fängt der Tag
wieder an. Dein Kopf fühlt sich an wie nach einem Steckschuss.
Jetzt hilft nur noch: Reparatur-Glühwein bis die Maschine wieder halbwegs
normal läuft.

8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Big-M« (10. Oktober 2010, 22:00)


2

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 22:03

Heute mal etwas aus dem Bereich "... und mehr"!

Probleme gibt es auch in anderen Foren, lest selber:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/19886/Grosse-Haufen

:totlach

jeeptom

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3

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 22:06

:totlach :totlach :totlach
Saludos Tom

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4

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 18:05

:totlach
Grüßle Klaus
Seriennaher 96er Jeep Cherokee XJ, 4,5" TrailMaster, Prins VSI, 2xARB
www.jeepundco.eu


Mahi-Fahrer

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5

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 20:22

:totlach

das habe ich schon mal gelesen :totlach

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